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Psychologische
Beratung

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In Deutschland sind psychisch bedingte Erkrankungen immer weiter auf dem Vormarsch, in den letzten Monaten und Jahren wurden wir überflutet mit Krisen und Katastrophen, die uns zusetzen und oft höre ich, dass man am liebsten davonlaufen möchte. Irgendwohin wo man einfach seine Ruhe hat – das ist das Ziel, das dann gesucht wird. Allerdings gibts da ein Problem: das was uns überfordert, Angst und Unsicherheit spüren lässt, das was uns erstarren und ohnmächtig werden lässt, uns antriggert und wütend, traurig oder verzweifeln lässt usw., von dem können wir uns nicht dauerhaft trennen. Es ist unser Bewusstsein, unser Unterbewusstsein, unser Psyche dem wir hier Zuwendung schenken sollten und die genau so Zuwendung, Pflege und Hygiene braucht, wie unser Körper.

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In unserem Körper sollen wir uns wohlfühlen,

wir sollten ihn hegen und pflegen, damit wir ein langes Leben genießen und feiern können und er trägt uns durch die schönen und auch durch die herausfordernden Zeiten. Durch den Körper können wir uns spüren und mit dem Körper kommunizieren wir. Er ist der Zeit ausgesetzt und in einem ständigen Wandel. Zellen sterben ab und neue Zellen entstehen. Wenn etwas schmerzt oder verletzt ist, gehen wir mit der Absicht zum Arzt, dass mit seiner Hilfe und Unterstützung die Schmerzen verschwinden bzw. die Verletzungen heilen. Durch den Körper werden wir sehr oft definiert, wir kleben ihm sehr oft Etikette namens „schön“, „ästhetisch“, „dick“ usw. auf und er ist das sichtbare Erkennungsmerkmal von uns.

Doch sind wir nur der Körper?

Wenn wir wirklich darüber nachdenken bin ich mir sicher, dass die Allermeisten sagen: „Nein, da gibts noch mehr, das uns ausmacht!“. Rein auf den Körper reduziert zu werden ist sehr eindimensional und gleichzeitig ist es für viele das einzig Greifbare, denn „das Andere“, also die Psyche, ist weder sichtbar und greifbar, noch nach aussen hörbar oder spürbar. Für uns selbst aber sehr wohl (und für einige emphatische Menschen auch), denn es ist ein Teil unseres Selbstes, unserer Persönlichkeit, unseres (Er)Lebens und mit der Psyche sind wir das ganze Leben lang verbunden. Und sie beeinflusst und wirkt in, durch und mit uns. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Bis ans Lebensende. Wir sind also untrennbar mit ihr verbunden und es ist deshalb sinnvoll, sich mit der Psyche näher zu beschäftigen.

Gibt man in wikipedia den Begriff Psyche ein, bekommt man folgendes zu lesen:

„Die Psyche (altgriechisch ψυχή ‚Seele‘) bezeichnet die Gesamtheit aller geistigen Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale eines Individuums oder speziell eines Menschen. Sie beinhaltet Fühlen, Denken und sämtliche individuelle geistige Fähigkeiten, also somit auch unter anderem Denkvermögen, Lernfähigkeit, Emotionen, Wahrnehmung, Empfindung, Empathie, Wissen, Intuition oder Motivation. Darüber hinaus sind auch Träume mit der Psyche in Verbindung zu bringen. Im Gegensatz zur Seele umfasst die Psyche keine transzendenten Elemente. Erkrankungen der Psyche werden als psychische Störungen bezeichnet.

In der Medizin geht man heute von der Annahme aus, dass Körper (Physis) und Geist (Psyche) nicht grundsätzlich voneinander unabhängig sind, sondern sich gegenseitig beeinflussen können (Psychosomatik)….“

Ich persönlich finde es nicht stimmig, wenn man „Seele“ gleichsetzt mit „Psyche“.

Das kommt einmal aus meinen hawaiianischen Erfahrungen und Lehren mit Huna und zum anderen aus der Nahtoderfahrung nach einem schweren Unfall. Die Seele ist für mich so etwas wie eine meist stille Überwachungsinstanz, die erst eingreift, wenn man seinen Lebensauftrag verfehlen wird – es heißt im Huna, dass jeder Mensch einen Auftrag im Leben zu erfüllen hat; wie man ihn erfüllt bleibt jedem selbst überlassen und wir können uns entscheiden, ob wir dies lieber lachend und tanzend oder jammernd und klagend machen. Die Seele ist also in meiner Wahrnehmung eine spirituelle Komponente unserer Existenz und – eben durch das Erleben nach dem Unfall – die zeit- und raumlose, ursprüngliche Essenz unseres Seins, die an keine persönlichen Merkmale anhaftet. Es ist unsere Essenz, oftmals wird vom Sinn des Lebens gesprochen, der sich hier und im Finden bzw. Erfüllen dieser Aufgabe erklären lässt. Es ist eine rein spirituelle Dimension, der wir in unserer logik- und leistungsorientierten, von der empirischen Wissenschaft geprägten Gesellschaft leider zu wenig Beachtung schenken, die allerdings sehr wichtig ist für unsere Gesundheit, Zufriedenheit und für unser Glück im Leben.

Die fünf Ebenen der Gesundheit:

 

Die fünf Ebenen der Gesundheit, Deutsches Ingenieurblatt 10/2021
Die fünf Ebenen der Gesundheit, Deutsches Ingenieurblatt 10/2021

Die spirituelle Ebene und der Anteil der Seele ist also der Blick von oben, sozusagen der Überwachungssattelit, der mehr oder weniger eindeutige Signale an uns sendet. Das können plötzliche Eingebungen und Träume sein, das kann ein Mensch sein, ein plötzliches Ereignis,
das kann auch ein Schicksalsschlag oder eine Midlife-Crisis sein – alles, was uns dazu bewegt oder zwingt, unser Leben zu überdenken und ggf. neu auszurichten. Die körperliche und physische Ebene, für die wir selbst verantwortlich sind, ist bildlich gesprochen unser Fahrzeug, das wir fahren und wir gehen zum Allgemein- oder Facharzt, zum Physiotherapeuten, zum Kosmetiker, zum Friseur oder ins Tattoo-Studio und wir essen – hoffentlich – das, was uns gut tut und uns mit den benötigten Nährstoffen versorgt, um vital und lebendig zu sein und zu bleiben.

Und dann gibt es – wie auf der Abbildung ersichtlich ist – noch drei Ebenen, die unter den Bereich der Psyche fallen und als psychologischer Berater schauen wir uns diese drei weiteren Ebenen an. Hierbei geht es ums Fühlen, Wahrnehmen, Empfinden, Lernen und ums Denken, Entscheiden, Handeln, Interagieren und Kommunizieren. Wenn man wieder bildlich spricht, ist die psychologische Ebene die Landschaft / die Landkarte unseres Lebens in und auf der wir unterwegs sind. Es ist die Umwelt, die Umgebung, die Straßen und Wege, die Mitfahrer, der Treibstoff, die Gangschaltung und die Warnleuchten unseres Gefährtes. Oftmals kommt es hier zu unvorhergesehenen Dingen, die uns herausfordern, unsicher machen, uns mutlos halt machen lassen. Es kann vorkommen, dass wir schneller unterwegs sein möchten, die Straße wegen Schlaglöchern, des Fahrbahnbelages oder Hindernissen dies aber nicht zulässt. Oder wir kommen nicht vom Fleck – obwohl wir scheinbar alles machen. Ab und zu wissen wir nicht, wohin wir steuern sollen, wir haben uns verfahren oder sind in einer Sackgasse gelandet. Und natürlich kann es sein, dass ein Schwarzfahrer oder blinder Passagier mit an Bord ist, wir zu viel an Gepäck im Kofferraum haben oder unser Wagen so voll geladen wurde, dass eine Weiterfahrt nur erschwert oder gar nicht möglich ist. Wie sie bemerken sind der Phantasie da keine Grenzen gesetzt – das kann auch ein Teil unser Psyche sein, die träumerisch die Landschaft ausblendet und durch andere Bilder ersetzt. Kommt es dann zu einem Unfall, bei dem das Fahrzeug beschädigt wird, nennen wir das Psychosomatik – der Einfluss der Psyche auf den Körper.

Als psychologischer Berater unterstütze ich dabei, dass sie ein sicherer Fahrer werden, indem wir individuell geeignete Wege aus Krisen finden, unzureichende oder unbrauchbare Problemlösungsversuche korrigieren und oftmals ungenutzte Potenziale entdecken und anwenden.

Mein Ansatz ist, den Fokus auf das zu richten, was uns zu mehr Lebensqualität verhilft. Ich bin davon überzeugt, dass in jedem von uns das Gute und das Gesunde überwiegt und wenn das gestärkt wird, wächst unsere Motivation und die Freude am Leben. Krisen und Belastungen im Leben gehören zum individuellen Entwicklungsprozess dazu und werden je nach Intensität in der psychologischen Beratung als Chance für eine Neuorientierung oder zu einer positiven Weiterentwicklung gesehen.

Als psychologischer Berater unterstütze
und begleite ich sie bei:

  • der Potentialentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung
  • dem Umgang mit Lebens-Krisen und Herausforderungen
  • der Entwicklung und Stärkung des Selbstbewusstsein
  • dem Abbau von hinderlichen Glaubenssätzen und Gewohnheiten
  • der Entwicklung von individuellen Lösungsansätzen und zielführenden Strategien
  • der Formulierung, der Umsetzung und dem Erreichen von persönlichen Zielen
  • der Klärung von Problemen im familiären und beruflichen Umfeld
  • der Reduzierung von schädlichen Einflüssen und Abhängigkeiten
  • dem Erlangen von mehr Lebensqualität und Lebensfreude
  • Fragen zu Familie, Liebe, Partnerschaft
  • anstehenden Entscheidungen und Verhaltensänderungen
  • der Entwicklung und Nutzung von persönlichen Ressourcen
  • dem Abbau und der Reduzierung von Belastungen, Blockaden und Ablenkungen

Ist eine psychologische Beratung auch eine Psychotherapie?

Nein. Die Psychotherapie behandelt, heilt und therapiert diagnostizierte Krankheiten und ist als Behandlungs-System sehr theoretisch, anonym und starr. Um an die wikipedia-Definiton anzuschließen, bei der es heißt, dass Erkrankungen der Psyche als psychische Störungen bezeichnet werden, könnte man sagen, dass dies der Pannendienst ist, der Störungen beseitigt, der Sachverständige mit dem Prüfungs-Auftrag und der Spezialist, der sich der Bremsen, dem Motor etc. annimmt und das repariert.

Als psychologischer Berater stelle ich keine Diagnosen, heile keine Krankheiten und therapiere auch nicht. Folglich erfolgt auch keine Kostenübernahme durch Krankenkassen. Um bei der vorherigen bildlichen Sprache zu bleiben, könnte man sagen, dass der psychologische Berater der Fahrsicherheitstrainer, der Fahrlehrer oder sogar das Navigationssystem ist, der bei störungsfreiem Fahrzeug unterstützend dabei wirkt, dass man sicher, erfüllt und freudig durch das Leben steuert und das uns den besten, schnellsten, sinnvollsten oder auch schönsten Weg zeigt auf dem man letztendlich sein Ziel erreicht.

Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass wir auch auf der richtigen Ebene arbeiten. Wie in der Abbildung gezeigt wird, sind alle Ebenen miteinander verbunden und beeinflussen sich. Es kann sein, dass eine körperliche Erkrankung eine psychische Ursache hat – es ist hinlänglich bekannt, dass zu viel Stress oder Leistungsdruck das Herz-Kreislaufsystem beeinflusst und das Immunsystem schwächen kann. Hier hat also eine psychische Ursache eine körperliche Erkrankung zu Folge.

Es kann allerdings auch sein, dass eine spirituelle Erfahrung uns aus der Bahn wirft, wir aber nach psychische Ursachen suchen, wenn unsere Seele nach Hilfe schreit. Manche Menschen in psychiatrischer Behandlung bräuchten mehr einen spirituellen Lehrer als einen Sachverständigen für psychische Störungen und umgekehrt sind manche, sich selbst als hochspirituell bezeichnende Menschen innerlich so unaufgeräumt, dass eine fundierte psychologische Begleitung dringend notwendig wäre. All das gilt es herauszufinden und an der richtigen Stelle anzusetzen. Dies ist für mich auch der Grund, wieso eine allgemeine und anonyme Hilfestellung nicht funktionieren kann. Jeder Mensch ist einzigartig, hat eine eigene Geschichte, eigene Erfahrungen und ist seinen eigenen Weg gegangen. All das hat Spuren in der Psyche hinterlassen und das gilt es zu berücksichtigen.

Als psychologischer Berater, als Huna-Coach, als Achtsamkeits-Coach freue ich mich darauf, unterstützen zu können und zu dürfen. Auf welcher Ebene finden wir dann gemeinsam heraus.

Mahalo! Heinz

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