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Es ist nun einige Zeit her, seit dem ich das erste Mal den HAKA angeleitet habe und mittlerweile sind viele Menschen damit in Kontakt gekommen. Jedes Mal ist er anders – die Menschen sind anders, die Gefühle sind anders und das, was uns bewegt ist anders. Eines allerdings ist bei mir immer gleich, es ist für mich sehr wichtig und wird bei jedem HAKA mit vermittelt: Mahalo! Was aber steckt hinter dem Wort, das mittlerweile – wie ich erfreut und ein Stück weit erstaunt feststelle – immer mehr verwendet wird?

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Die offizielle Übersetzung für das hawaiianische Wort „Mahalo“ ist schlicht und einfach „Danke“ und es wird auch meist als Ausdruck für die Dankbarkeit verwendet. Für die Polynesier und speziell für meine Ohana – meine Familie – dort auf Hawaii steckt aber viel mehr dahinter. Mahalo ist hier eine respektvolle Haltung und Einstellung zum Leben, zur Umwelt und zu den Mitmenschen. Es war eines der ersten langen Gespräche mit „meinem“ Kahuna über Mahalo, das mich sehr nachdenklich werden ließ, eine gewisse Betroffenheit bei mir auslöste und eine nachhaltige Veränderung bei mir bewirkte. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch sehr auf mich und meine Vorteile fixiert und ging, auch geprägt von der Arbeit als Manager, sprichwörtlich über Leichen. Als mir das bewusst (gemacht) wurde, erschütterte es mich erstmal zutiefst und ich fasste den Entschluss Mahalo zu meinen obersten Werten zu machen. Erst als das geschehen ist, wurde von dem Kahuna damit begonnen, mich den HAKA zu lehren und mir wurde schnell klar, warum dies so war. Mit dem HAKA ist man relativ unmittelbar mit einer sehr ursprünglichen und archaischen Energie verbunden, die ohne die entsprechende Haltung zerstörerisch, gefährlich und angsteinflößend wirken kann. Es gibt Situationen im Leben, in denen das notwendig ist und als Krieger/in ist es unabdingbar, zu bewerten, sich zu entscheiden, für sich einzustehen und seinen Weg unbeirrt zu gehen. Dann aber mit einer respektvollen Haltung von Mahalo. Auf Hawaii werden die Krieger „Lua“ genannt, was mit dem Wort „Zwei“ übersetzt werden kann. Bevor man dort nämlich zum Krieger wird, ist erstmal die Ausbildung zum Heiler dran, um sicherzustellen, dass man das, was man zerstören muss (und das ist wirklich das letzte Mittel), auch wieder reparieren/ganz machen/heilen kann. Das wird in unserer westlichen und industriellen Kultur oft vergessen. Es wird oftmals gleich unüberlegt draufgehauen, es werden die Umwelt und die Mitmenschen ausgebeutet, es wird auf verbaler und physischer Ebene gekämpft, alles ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein und hinterher bereut man es dann, wenn das Ausmaß des angerichteten Schadens sichtbar wird, der sich dann nicht mehr oder nur sehr aufwändig ausbügeln lässt. Um weiteres Leid zu vermeiden wäre es sinnvoll vor allen Handlungen und Entscheidungen die Haltung von Mahalo einzunehmen.

Mahalo ist aber noch viel mehr als nur „Danke“ und „Respekt“. In der Wort-Mitte ist die Silbe „ha“ angeordnet, die auch bei der Aussprache betont wird. „Ha“ ist im hawaiianischen Sprachgebrauch der „Atem des Lebens“. Das, was von Dir und mir gleich ist, das Dich und mich verbindet und das, was uns lebendig sein lässt. Es ist das JA zum Leben, das ich damit zum Ausdruck bringe und das Einverständnis, dass die Herausforderungen, die es mit sich bringt, angenommen werden, um daran zu wachsen. In dem Wissen, dass alles zum Besten geschieht, auch wenn ich nicht den höheren Sinn dahinter erkennen kann. Mahalo ist also auch ein Ausdruck von Demut und Dankbarkeit, dass mich der „Atem des Lebens“ erfüllt, ich als individuelle Persönlichkeit meinen Weg gehe, gleichzeitig mit allen und allem verbunden bin und immer ein Teil des großen Ganzen bin.

In diesem Sinne: Mahalo! Heinz

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